A – Gerbereimaschinen

Maschinen, Anlagen und Ausstattung, um aus Rohhäuten Leder herzustellen. Die Hauptarbeitsgänge sind: 1) Wasserwerkstatt und Vorgerbung (zur Säuberung und Rehydrierung der Häute und zur Vorbereitung auf die weiteren Schritte); 2) Gerbung, um die Fasern der Lederhautschicht zu stabilisieren, damit sie sich nicht mehr zersetzen können; 3) Nachgerben, Färben und Fetten, um dem Leder bestimmte Eigenschaften wie Weichheit und Elastizität zu verleihen; 4) Zurichtung, um die Oberflächen für den gewünschten Einsatzzweck auszurüsten oder um bestimmte modische Anforderungen zu erfüllen.

A01 – Maschinen für die Wasserwerkstatt

Ausstattung, um Rohhäute zu verarbeiten, und zwar vom Rohzustand bis zum Halbfertigprodukt (Wetblue). Der Gerbprozess besteht aus einer Reihe von chemischen und mechanischen Bearbeitungsschritten. Die wichtigsten Stationen sind: Weiche (zum Wiederherstellen des Original-Wassergehalts bei getrockneten oder gesalzenen Häuten), Äscher (zum Enthaaren), Entkälken (um die Rückstände der Äscherchemikalien zu neutralisieren), Beizen, Entfetten, Pickeln und Gerben. Die mechanische Bearbeitungsschritte sind Entfleischen, Spalten und Streichen. Schließlich erhält man (bei Chromgerbung, und die macht etwa ) ein Halbfertigprodukt (Wetblue), das gelagert, verkauft der weiterbearbeitet werden kann durch Nachgerben, Fetten und Färben, um ein Halbfertigprodukt (Crust-Leder) zu erhalten.

A02 – Trockenmaschinen

Nach der Gerbung sollten die Blößen getrocknet werden, bis ein optimaler Feuchtigkeitsgehalt erreicht ist. Dies muss unter kontrollierten und reproduzierbaren Bedingungen geschehen, um die physikalischen Eigenschaften und die Flächenausbeute sicherzustellen. Zum Trocknen wird das gegerbte Leder entweder für einige Stunden in einen klimatisierten Tunnel gehängt. Andere Trocknerarten sind Vakuumtrockner oder Hängetrockner. Welche Trockenmethode zum Einsatz kommt, hängt davon ab, was für eine Art von Leder erzeugt werden soll und welcher Finishprozess sich anschließt.

A03 – Finishmaschinen

Es ist sehr schwierig, den Finishprozess für Leder allgemeingültig zu beschreiben. Jede Gerberei hat ihre eigene Methodik und ihre eigenen Kompetenzen. Allen gemeinsam sind wohl folgende Finish-Arbeitsschritte: 1) Trockenwalken zum Weichmachen des Leders; 2) Stollen, damit das Leder geschmeidig wird; 3) Oberflächenzurichtung für den endgültigen Look. Die letzten Etappen sind eine Kombination aus Wärmeeinwirkung und mechanischer Bearbeitung (Hitze und Druck) wie beim Narbenpressen. Eine Laminierung der Oberfläche wie auch Polieren und Schleifen dienen dazu, auch Häute mit Oberflächendefekten aufbereiten und einer Verwendung zu können.

A04 – Spezialmaschinen

Maschinenklasse für die Ausführung von Spezialaufgaben in der Lederproduktion

A05 – Handling und Automation

Handling- und Logistiksysteme im Gerbereibetrieb, Automation und Roboter.

A06 – Messen und Management

Messmaschinen, Etikettiersysteme und Systeme zum Betriebsmanagement

A07 – Zubehör und Betriebsstoffe

Zubehörteile und Betriebsstoffe/Verbrauchsgüter für Gerbereimaschinen

A08 – Labor

Labormaschinen für Prüfungen, Prozessoptimierung und zur Qualitätskontrolle

A09 – Engineering / Technische Planung

Technische Dienstleistungen, Anlagen und Komponenten zum Entwurf und Bau von Produktionssystemen und Industrieanlagen.

A10 – Systeme zur Abfall-, Abwasser- und Abluftbehandlung

Fest installierte oder transportable Anlagen zur Behandlung von festen, flüssigen und gasförmigem Verschmutzungen, um die Schadstoffkonzentration mit den gesetzlichen Auflagen in Einklang zu bringen und die Umweltbelastung zu reduzieren.

A11 – Hilfsmittel für die Gerbung

Chemische Produkte als Rohware, Fertigmischung oder in individueller Rezeptur zur direkten Anwendung im Gerbprozess.